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Der Weg zum Hubschrauber-Piloten – und wie er aussehen kann!

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Der Weg zum Hubschrauber-Piloten – und wie er aussehen kann!

Ausbildung · Wege · Möglichkeiten

So fast jeder den ich kenne wollte an einem Punkt in seinem Leben schon Pilot werden. Die meisten zwar eher für diese komischen „Flugzeuge“ oder so (keine genaue Ahnung was das ist), für manche waren es aber auch Hubschrauber.
Wenn dieser Traum dann irgendwann wieder kommt, und man sich langsam aber doch überlegt wie man das Ganze angehen soll, dann gibt es eine absolut riesige auswahl an möglichkeiten. Mein Ziel ist es euch ein bisschen etwas aus meiner eigenen Recherche von vor 5+ Jahren zu zeigen, und was ich alles daraus gelernt habe!

Das Bundesheer

Für viele Suchenden nach einer Ausbildungs-Möglichkeit scheint das Militär sowohl sehr schwer, als auch in manchen Bestanteilen „erleichternd“.
Gut an der Ausbildung ist natürlich, dass man im Grunde nichts dafür bezahlen muss, und dass man eine wirklich tolle Ausbildung auf tollem Fluggerät bekommen kann.
Jedoch sind die Anforderungen für die Auffnahme in die fliegerische Ausbildung sehr anspruchsvoll, und in vielen Details in großem Unterschied zur Zivilluftfahrt.

Die Ausbildung selbst findet zuerst auf einem Flächenflugzeug statt, Theorie ebenfalls für Flächenflugzeuge (hier in Österreich wären das dann PC-7 oder DA-40 mit denen die Ausbildung geflogen wird). Erst nach dieser fliegerischen Grundausbildung findet dann die Spezialisierung zum „echten“ Fluggerät statt.
Was viele aber nicht wissen: Es steht dem Bundesheer zu, auszusuchen womit du dann am Ende wirklich fliegst. Du wolltest AW169 in Aigen fliegen? Well, tut uns leid, aber jetzt fliegst du Hercules aus Linz!

So, jetzt hast du es wirklich auf die AW169 geschafft. Jetzt wirst du erstmal die Maschine auswendig lernen und deine ersten Flüge machen. Bist du mit deiner Spezialisierung fertig, findet das Einsatztraining statt. Und – ganz ehrlich – das ist so gut wie das Beste an dieser Ausbildung.
Hier lernt man dann spezielle Manöver wie Konturen-Flug, Formations-Flug, sämtliches taktisches Fliegen, Hochgebirgs-Operationen und so weiter, und so fort.

Mit dem Abschluss deines Einsatztrainings bist du nun nach 10 Jahren voll ausgebildeter Pilot beim Österreichischen Bundesheer.

Also, als Fazit: Die Ausbildung beim Bundesheer ist grundlegend sehr wertvoll und anspruchsvoll, aber man muss sich für eine lange Zeit verpflichten. Ob man dann auch wirklich auf seinem gewünschten Fluggerät fliegen darf, hängt wirklich stark davon ab, was das Bundesheer wirklich sucht und braucht.

Die Bundespolizei (Österreich)

Für viele auch ein attraktiver Weg, jedoch schwer zu schaffen.
Toll ist, dass man schon vor Antritt zur Piloten-Ausbildung eine volle Ausbildung zum Polizisten hat, jedoch wird es ab hier dann schwer.

Die Anforderungen
Abgeschlossene Ausbildung zum Polizisten und 2 Jahre Berufserfahrung im Außendienst. Ab hier geht es dann zur Bewerbung und Selektion, und hier schaffen es nur wenige.

Generell ist der Rat: Wenn man zur Polizei gehen will, nur um Pilot zu werden, dann ist das eher eine schlechte Idee.

Die Private Ausbildung

So, den Weg hab ich genommen. Würde ich das im nächsten Leben nochmal so machen?
Auf. Jeden. Fall.

Zuerst mal die harte Wahrheit:
Ja, es wird teuer. Hier in Österreich muss man bei einer ganzen Berufspiloten-Ausbildung mit circa 130.000 Euro Ausbildungskosten rechnen. Bei einer Ausbildungs-Dauer von circa 2 Jahren sind das dann 65.000 Euro im Jahr.

Was sind die Vorraussetzungen?
Für die Ausbildung zum Berufspiloten brauchst du grundlegend ein sehr sehr wichtiges Blatt Papier: Dein Klasse 1 Medical. Die Anforderungen dafür sind von der EASA angegeben, grundsätlich besteht die Untersuchung bei einem AME aber aus einer Internistischen Untersuchung, einer HNO-Untersuchung, einem Augenarzt-Besuch, und einem Termin beim Psychologen.

Wie sieht die Ausbildung denn überhaupt aus?
In meinem Fall gab es 3 Phasen: Der PPL(H), die Stundensammelphase und der CPL(H).
Jedoch muss hier zwischen CPL(H) integrated und CPL(H) modular unterschieden werden.

Bei einem CPL(H) integrated gibt es per-se keine PPL(H)-Prüfung, sondern man wird direkt zum Berufspiloten ausgebildet. Im Endeffekt entfällt hier also der PPL(H) und die Stundensammelphase, sondern es wird alles über die CPL(H) Ausbildung gemacht. Der Nachteil hierbei ist, dass man mit circa 50 Flugstunden weniger aus der Ausbildung herauskommt als bei einem CPL(H) modular.

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